Mountainbikeweg Schwarzwald: Tag 2 – Gernsbach nach Baiersbronn
Frisch gestärkt durch ein üppiges Frühstück gingen wir die heutige Etappe an, das Streckenprofil versprach 62km und 920hm.
Gleich zum Einstieg nahmen wir den Umweg zum Schloß Eberstein, was uns zusätzliche Höhenmeter und einen knackigen Anstieg einbrachte. Vom Schloss hat man einen schönen Ausblick über Gernsbach, das Schloß selbst konnten wir aber nicht besichtigen.
Die Strecke führte uns an der Murg entlang durch einige Orte bis nach Forbach. Dort steht eine der schönsten überdachten Holzbrücken Europas, welche wir als Beweis für unsere Anwesenheit natürlich ablichteten.
Ein holländischer Biker wurde aufgrund unseres schweren Gepäcks auf uns aufmerksam. Er erzählte uns dass er die Strecke auch schon gefahren ist und gab uns Tips bzgl. der Unterkünfte.
Bei Raumünzach nahmen wir einen weiteren Umweg zur Schwarzenbach-Talsperre. Dieser Umweg lohnt sich aber nicht wirklich, denn der Anstieg ist sehr steil und man ist gezwungen auf der Schwarzwaldhochstraße zu fahren, was aufgrund des starken Verkehrs keinen Spaß macht.
Wieder zurück auf der “richtigen” Strecke entschieden wir uns bei Hundsbach zur Einkehr in ein Restaurant um uns zu stärken und dem Körper eine Pause zu gönnen.
Das nächste Hauptziel hieß nun Mummelsee. Die Strecke führte uns stetig bergauf, größtenteils auf einer Nebenverkehsstraße was allerdings nicht so spannend zum fahren war. Ab Hundseck ist die Beschilderung der Route übrigens sehr schlecht, oft kommen kilometerlang gar keine Schilder, was inbesondere an Kreuzungen sehr nervig ist. Wir waren foh dass wir das PDA-Navi dabei hatten an dem wir uns orientieren konnten.
Die Strecke zum Mummelsee zog sich wie Kaugummi, ständig mussten neue Anstiege bewältigt werden und wir hatten das Gefühl dem Ziel nicht näher zu kommen. Irgendwann hatten wir es dann doch geschafft und wussten nun wieso der See im Reiseführer als “Rummelsee” beschrieben ist. Nach der schönen Ruhe in der Natur sind diese Touri-Massen kaum zu ertragen, wir machten nur eine kurze Pause um dann die letzten Kilometer zu bewältigen.
Die Beschilderung ist zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht mehr existent, wir folgten nur noch dem Navi. Die Strecke war dafür allerdings wieder gigantisch und verschaffte uns tolle Ausblicke auf die tieferliegenden Täler.
Wir waren nun schon 5,5h im Sattel und hatten mit Sitz- und Rückenproblemen zu kämpfen. Irgenwann hatten wir aber dann auch den letzten Anstieg bewältigt, es folgte eine wunderschöne und lange Abfahrt durch Wälder und Täler nach Baiersbronn-Obertal.
Am Ende des Tages hatten wir 67km und knapp 1600hm(!) bewältigt, also deutlich mehr als eigentlich geplant. Unsere Körper sind vor allem im Sitzbereich ein wenig in Mitleidenschaft gezogen, hoffentlich wird das bis morgen wieder besser…
Untergekommen sind wir in einer privaten Pension, wir haben ein wirklich schönes und geräumiges Zimmer mit eigenem Balkon. Der Ort selbst ist wunderschön und ein wenig verschlafen, genau so wie man sich einen Ort im Schwarzwald vorstellt.
Zum Tagesausklang haben wir im “Cafe Murg” sehr lecker gespeist, und haben es uns dann rechzeitig zum WM-Finale in unserem Zimmer gemütlich gemacht.
Bis morgen!
10. Juli 2006 um 18:31 Uhr
Jungs, gibts denn auf dieser Tour auch Bikerinnen?
22. August 2006 um 15:35 Uhr
Irgendwie find ich eure Streckenführung belustigend. Das Höhenprofil hätte man locker sehr entschärfen können. Von Schloss Eberstein geht ein relativ moderat steigender Weg in Richtung Schwarzenbachtalsperre, und von der Talsperre über Herrenwies nach Hundseck zu fahren wäre auch etwas praktischer gewesen als über Hundsbach.
P.S. die Schwarzwaldhochstraße ist nicht die Straße zur SchwarzenbachTalsperre
Aber auf jeden Fall eine sehr geile Tour wenn man Höhenmeter bergauf steht.