Mountainbikeweg Schwarzwald: Tag 3 – Baiersbronn-Obertal nach Haslach
Heute starten wir früh mit einem längeren Anstieg zur Alexanderschanze, der Weg schlängelte sich dabei über ruhige Waldwege.
Weiter ging die Tour in ständigem Auf- und Ab in Richtung Kniebis. Dort ankommen rasteten wir kurz an einem Tante Emma Laden (wie man ihn heute leider nur noch sehr selten findet) um uns mit einigen Voräten einzudecken.
Nach dem kleinen Örtchen Zwieselberg führt die Strecke auf über 20km durch unbesiedeltes Gebiet. Größtenteils waren wir hier auf ebenen oder leicht abfälligen Waldwegen unterwegs. Allerdings wollten auch drei sehr knackige Anstiege mit teilweise über 10%-Steigung bewältigt werden, die richtig Kraft gekostet haben. Wir waren die ganze Zeit alleine unter uns und der Natur. Eine wirklich nachhaltige Erfahrung!
Die Beschilderung war zu diesem Zeitpunkt mittelprächtig. Etwas geärgert haben wir uns über das Streckenprofil aus dem offiziellen SVV-Buch, da dort einige Anstiege komplett unterschlagen wurden. Das ist durchaus ein psychologischer Aspekt, denn wenn man statt mit einer Abfahrt mit einem Anstieg konfrontiert wird tut man sich schwerer als wenn man sich darauf eingestellt hat.
Noch nicht ganz zurück in der Zivilisation wurde Alex “beinahe” Opfer eines LKWs auf einer Waldlichtung.
Wir waren einfach noch nicht auf motorisierten Verkehr vorbereitet, und Alex musste das noch eine ganze Weile verarbeiten.
Was folgte war ein sehr lange und wunderschöne Bilderbuchabfahrt über kleine Sträßchen, vorbei an zahlreichen Schwarzwaldhöfen und Almen. Die Eindrücke waren überwältigend!
Am Ende der Abfahrt fanden wir uns in Wolfach wieder, und wir mussten uns nun endültig wieder mit dem Lärm und der Hektik des Straßenverkehrs arrangieren. Wir stärkten uns erstmal in einem kleinen Straßenrestaurant mit einem Mittagessen.
Der Weg führte uns nun ständig an der Kinzig entlang über Hausach nach Haslach. Der Tageskilometerzähler zeigte in Haslach 77km, was deutlich mehr ist als in der Etappeninfo beschrieben. Auch die knapp 900hm stehen im Kontrast zu den 500hm auf die wir uns eingestellt hatten. Hier hat der SVV noch Verbesserungspotential!
Die Suche nach einer Unterkunft gestaltete sich etwas schwierig, da viele Gasthöfe hier heute geschlossen hatten. Untergekommen sind wir dann zu guter letzt im Gasthof “Ochsen”.
Eine tolle Etappe, wir freuen uns auf mehr auch wenn der Körper schmerzt.
13. Juli 2006 um 16:28 Uhr
“Die Eindrücke waren überwältigend!”
Rik, was ist los ? Unterzuckert ? Wenn mir das einer vor 5 Jahren erzählt hätte, daß der Rik solche Landschaften überwältigend findet, ……..