Mountainbikeweg Schwarzwald: Tag 5 – Neustadt nach Wiedener Eck

Nachtrag vom 12.07. (wir hatten keinen Handyempfang…):

Wir haben es geschafft und den höchsten Mittelgebirgsgipfel Deutschlands aus eigener Kraft mit dem Bike erklommen. Ein gutes Gefühl! Doch der Reihe nach…

Neustadt mit seiner Kessel-Lage verschaffte uns gleich zu Begin einen harten Einstieg in die Tagesetappe. Auf dem Weg zum Saiger Kreuz eröffnet sich als Belohnung ein toller Blick auf den tieferliegenden Titisee.

Einer kleinen Abfahrt nach Bärental folgte dann der lange Anstieg zum Ort Feldberg. Auf dieser Strecke haben wir wegen mangelnder Beschilderung leider den Feldsee verpasst. Die kleinen Waldwege waren zwar anstrengend aber trotzdem wunderschön zu fahren, wir wurden sogar stellenweise von Wanderern angefeuert.

Aufgrund eines Wetterumschwungs kam es zu einem Temperatursturz von 27 auf 19 Grad, so dass wir erstmalig auf der Tour unsere Windjacken aus den Rucksäcken kramen mussten. Es blieb glücklicherweise aber trocken.

Den Feldbergipfel fest im Blick machten wir uns auf zum Gipfelsturm. Der Gipfel ist zwar kein offizielles Ziel der Route, aber wir wollten uns dieses Highlight nicht nehmen lassen. Der Anstieg war teilweise sehr steil (16%-Steigung), aber das Gefühl oben anzukommen war jede Mühe wert. Im Süden hatte sich ein übles Unwetter zusammengebraut, von oben war nur noch ein schwarzer Schleier zu erkennen. Da wir nicht wussten wie sich die Wetterlage verändern würde machten wir uns schon nach einer kurzen Pause wieder an die Abfahrt.

An der Todtnauer Hütte angekommen stärkten wir uns mit einem Mittagessen.
Es folgte eine tolle Abfahrt nach Todtnauberg, die uns allerdings mit einigen heftigen Zwischenanstiegen “versüßt” wurde.

Ein Ärgernis war dann die Streckenführung über Todtnauberg in Richtung Muggenbrunn. Anstatt Höhenmeter einzusparen wurden wir erst sehr weit ins Tal geleitet, und mussten uns diese Höhenmeter gleich im Anschluss wieder über eine lange und sehr steile Steigung erarbeiten. Wieder oben angekommen konnten wir dann einen Weg ausmachen der uns diese Schinderei erspart hätte.

Von Muggenbrunn führte ein sehr grob-schottriger Weg abwärts. Und hier ereilte uns die erste Panne der Tour, Riks Vorderrad war plötzlich platt wie eine Flunder. Dank des mitgenommenen Ersatzschlauchs war das Problem aber schnell behoben.

Die letzten Höhenmeter hoch zum Berghotel Wiedener Eck waren schnell eradelt. Aufgrund fehlender Alternativen sind wir heute zum ersten Mal in einem “richtigen” Hotel abgestiegen. Dafür wurden wir zum Abendessen mit einem 3-Gänge-Menü verwöhnt.

Die heutige Etappe war einmal mehr sehr erlebnisreich. Die Anstiege waren bis auf wenige Ausnahmen extrem steil, und die Angaben im Tourbuch (Entfernung und Höhenmeter) einmal mehr viel zu gering. Langsam machen sich auch die Anstrengungen der letzten Tage bemerkbar und die Kraft lässt spürbar nach. Morgen steht die Abschlussetappe an, dann ist unsere Tour leider auch schon wieder zu Ende.


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