Reifenreview: NobbyNic und RacingRalph

Nachdem meine beiden Continental Explorer Reifen im vergangenen Sommer aufgrund von Verschleiß deutlich an Grip verloren hatten, mussten neue Pneus her. Ich entschied mich für den NobbyNic auf dem Vorderrad und den RacingRalph auf dem Hinterrad. Das ist eine durchaus verbreitete Kombination, welche von den Vorteilen beider Modelle profitieren soll (NobbyNic = guter Grip, RacingRalph = geringer Rollwiederstand).

Inzwischen habe ich nun schon über 1500km auf den beiden “Neuen” abgespult, es wird daher Zeit für einen kleinen Erfahrungsbericht.

Beide Reifen entstammen der Produktlinie “Evolution” des deutschen Herstellers Schwalbe. Die Reifen sind im “Triple Compound” -Verfahren gefertigt. Das bedeutet dass sie aus drei verschiedenen Gummimischungen bestehen, was laut Schwalbe hohen Grip, Langlebigkeit und geringen Rollwiderstand garantieren soll.

1. NobbyNic

  • Dimension: 26 * 2,10 Zoll
  • Gewicht: 495 Gramm (Falt)
  • Preis: 39,90 Euro (UVP)
  • Empfohlene Verwendung lt. Hersteller: CC, Marathon, Tour
  • Eindruck: Genialer Grip auf jedem Untergrund! Trotz der ausgeprägten Stollen fährt sich der Reifen auch auf Asphalt sehr komfortabel. Bisher eine Panne (wahrscheinlich zurückzuführen auf porösen Schlauch). Gute Haltbarkeit.

2. RacingRalph

  • Dimension: 26 * 2,10 Zoll
  • Gewicht: 470 Gramm (Falt)
  • Preis: 39,90 Euro (UVP)
  • Empfohlene Verwendung lt. Hersteller: CC, Marathon
  • Eindruck: Schlechter Grip auf losem Untergrund und bei Nässe. Komfortables Fahrgefühl. Bisher keine Pannen. Hoher Verschleiß.

3. Fazit

  • Mit dem NobbyNic bin ich vollauf zufrieden und werde diesem Reifen weiterhin mein Vertrauen schenken. In der 2,25er-Breite kann der Reifen mit etwas weniger Luftdruck gefahren werden, was einen weiteren Komfortgewinn verspricht.
  • Der RacingRalph hat mich nicht wirklich überzeugt. Das liegt aber nicht daran dass es grundsätzlich ein schlechter Reifen ist, die Stärken spielt dieser Reifen aber in einem anderen als dem von mir bevorzugten Einsatzgebiet aus. Mir ist Grip einfach wichtiger als Rollwiderstand.

4. Und noch zwei Tipps zum Abschluss

  • Die Reifen sind deutlich unter dem UVP-Preis zu bekommen und werden oft auch als Sets vergünstigt angeboten. Preise vergleichen!
  • Die Angabe der Laufrichtung ist für meinen Geschmack etwas eigenartig (hier nachzulesen). Bei einigen Schwalbe-MTB-Reifen hängt die Laufrichtung nämlich davon ab ob der Reifen vorne oder hinten montiert ist.

2 Kommentare zu “Reifenreview: NobbyNic und RacingRalph”

  • Michael Says:

    Hallo,

    das mit der verschiedenen Laufrichtung für vorn und hinten macht doch Sinn: Vorn werden vor allem Bremskräfte übertragen, hinten Antriebskräfte. Und die wirken eben in verschiedene Richtungen.

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